Neues Logo

Veröffentlicht von Christian Brodowski am Mi., 11. Sep. 2019 10:00 Uhr
Öffentlichkeitsarbeit

Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Wir haben ein neues Logo!

Die drei blauen Kreuze und das typisch geformte Dach unserer Paulskirche. Das soll unser Zeichen, unser Wiedererkennungsmerkmal sein (abgeleitet aus dem griechischen logos: Zeichen). Wenn Sie vor unserer Kirche stehen würden, dann wäre für Sie jetzt links der Gemeinde-Campus zu sehen. Auf unserem Logo steht dort „Paulskirche Schenefeld“. Dort in den Räumen und auf dem Gelände spielt sich links neben der Kirche viel unseres Gemeindelebens ab. Und: Das Gebäude ist offen. Es ist nicht verschlossen. Wir versuchen eine offene einladende Gemeinde zu sein.

Und „logo“ sind dort ziemlich prominent die drei Kreuze zu sehen. Sie hängen außen an der Kirche, sind in unseren Altar geschnitzt und überlebensgroß in der Altarwand präsent. Ein Kreuz - ok. Jesus. Karfreitag. Das leuchtet ein. Aber warum schuf Siegfried Assmann, der Gestalter unserer Kirche, gleich drei? Und warum nehmen wir sie so zentral in unser Logo auf?

Weil es zentral im christlichen Glauben um das Kreuz geht. Im Kreuz berühren sich Vertikale und Horizontale, Gott und Mensch. Das ist unser Markenzeichen und unsere Lehre (logos = griechisch: Lehre, Wort, Rede, Sinn). 

Und in dem Bericht des Lukas von der Kreuzigung ist von drei Kreuzen die Rede: Lk 23, 39 „Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! 40 Da antwortete der andere, wies ihn zurecht und sprach: Fürchtest du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? 41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42 Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! 43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ 

Gott stirbt als Verbrecher an einem Kreuz. Zwischen Menschen, zwei Verbrechern, an Kreuzen. Er geht den ganzen Weg hin bis in die tiefsten Tiefen der Menschheit, damit wir gerettet werden. Und noch am Kreuz vergibt er und zieht mindestens einen der beiden mit sich in sein Reich. Wohl deshalb hat Assmann das eine Kreuz etwa so gezeichnet, als würde es umarmt. Ein Hinweis auf diesen Verbrecher, der in Jesus mehr als einen armen Menschen sieht und in seinem Kleinglauben gerettet wird. Darum geht es doch im Kern. Und so wird ein Zeichen des Todes zum Zeichen für unsere große Hoffnung. Darum stehen Kreuze auf Gräbern und baumeln an Schmuckketten. Und darum setzen wir es als Erkennungszeichen in die Mitte unseres Logos (in beiderlei Sinn...). 

Es grüßt Sie herzlich und wünscht Gottes Segen
    

Ihr Pastor Christian Brodowski

 

 

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